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A winning combination

Wenn es um hochpräzise und innovative Spritzgiesswerkzeuge geht, führt kein Weg am Namen Ermet GmbH vorbei. Die mittelfränkische Firma konstruiert, fertigt und montiert seit über 30 Jahren komplexe Spritzgiessformen für die Automobil-, Elektro- und Medizintechnik-Branche. Das stets oberste Ziel, die hohen Qualitätsansprüche ihrer Kunden zu erfüllen, stellt hohe Ansprüche an den Maschinenpark. Seit Neuestem komplettieren zwei Automationszellen mit je einem EROWA Robot Compact 80 und einer Sodick AG40L resp. AG60L den Werkzeugbau.

Für Stefan Botsch, Geschäftsführer des Ermet Präzisionsformenbau war schnell klar: "Unser Ziel die Durchlaufzeiten zu verkürzen und gleichzeitig die Maschinenstunden zu erhöhen, lässt sich nur mit einer Automation erreichen. Dabei muss unsere oberste Priorität; die Qualität, jederzeit im Auge behalten werden."

Entscheidende Auswahlkriterien

Zunächst wurden mehrere Hersteller für eine Senkerosions-Automation in Betracht gezogen. Das System soll präzise, ausfallsicher und ausbaubar bleiben. Nicht zuletzt sind für das Zusammenspiel auch gute Teamplayer mit kurzen Kommunikationswegen ein Muss. Das Know-How über die Werkzeugmaschine und das Handlinggerät muss gerade beim Thema der Schnittstelle bei beiden Partnern vorhanden sein. Was bei der Kombination von Sodick und EROWA eindeutig der Fall ist.

Genauigkeit und gute Erfahrung bürgen für Erfolg

Einer der ausschlaggebendsten Punkte für den Wechsel zu Sodick in den Bereichen WEDM und MEDM war eindeutig die hohe Genauigkeit der Maschine, welche durch die bereits seit 1998 eingesetzten Linear-Antriebe erreicht wird. Hier bietet Sodick sogar 10 Jahre Garantie auf die Positioniergenauigkeit der Maschine. In Sachen Ausfallsicherheit hat Ermet mit Sodick langjährige positive Erfahrungen gemacht: So läuft die bereits eingesetzte Senkerodiermaschine AQ35L seit 10 Jahren ohne nennenswerte Reparaturen durch. Nicht umsonst ist Sodick mit den über 5000 produzierten EDM Maschinen pro Jahr der grösste EDM-Hersteller weltweit. Weiterer Vorteil: Die Generatoren der Sodick Maschinen eignen sich sowohl für den Einsatz von Kupfer- als auch Graphitelektroden.

„Wir bekamen das System, welches wir uns vorstellen“

Um das Beste aus einer sehr guten Werkzeugmaschine heraus holen zu können, braucht es entsprechende Peripherie. Stichwort hierzu ist das Spannsystem, welches beim Senkerodieren eine doppelt wichtige Funktion erhält: So findet auf dem Maschinentisch das EROWA UPC und in der Pinole das EROWA ITS Spannsystem seinen Platz. Werkstücke und Elektroden werden schnell, präzise und ohne Verlust der Referenz eingewechselt. Selbstredend geschieht dies sogar über mehrere Maschinen mit einer Wiederholgenauigkeit von 0.002mm, was besonders bei der Herstellung der Elektroden ein unschlagbarer Vorteil ist.
Für das Handling der palettierten Werkstücke und Elektroden kommt der EROWA Robot Compact 80 zum Einsatz. Auch hier liegen die Vorteile auf der Hand: Auf nur zwei Quadratmetern findet das Magazin mit über 80 Positionen inklusiv dem integriertem Greiferbahnhof und der ergonomischen Belade- und Rüststation Platz.
Die Werkstück-Nullpunkte werden bequem ausserhalb der Werkzeugmaschine aufgenommen, abgespeichert und anschliessend an die Werkzeugmaschine gesendet. Dieses Hauptzeit-parallele Rüsten reduziert die Einrichtzeit merklich und die steigert somit die effektiv nutzbare Bearbeitungszeit der Maschine.

Unter dem Strich

Die Realisierung des Automationsprojektes hat von der ersten Idee, über die Evaluierung bis zur Abnahme ein Jahr in Anspruch genommen hat. Der Nutzen zeigte sich aber schnell: "Wir waren innerhalb drei Monaten stundentechnisch auf dem angestrebten Niveau" so Stefan Botsch. Des Weiteren erklärt er: "Die Mitarbeiter schätzen die Arbeit mit der neuen Technologie und der Automation: Die Kombination einer offenen Haltung gepaart mit der nötigen Erfahrung ist der Schlüssel zu einer attraktiven, abwechslungsreichen Arbeit." Nicht zuletzt muss aber der Unternehmer das ganze Vorhaben mit seiner Philosophie steuern. Vertrauen in die Technologie und gute Teamplayer bei den Partnern sind hier die wichtigste Voraussetzung.

Zukunftspläne

Aktuell werden die NC-Programme manuell den Plätzen im Roboter-Magazin zugewiesen. In Zukunft soll dies ein Prozessleitsystem übernehmen und die ganze Fertigung vernetzen. Dies bietet zusätzliche Effizienz in der Organisation und Priorisierung der einzelnen Aufträge. Im Nachgang lassen sich erledigte Projekte per Knopfdruck mit einer Reporting-Funktion genau nachkalkulieren. Im selben Stil wie die Senkerodierzellen werden in einem nächsten Projekt auch die Drahterodiermaschinen automatisiert.
Ebenfalls soll die Vernetzung des zweiten Standorts der Firma Ermet in Tschechien weiter ausgebaut werden. Stefan Botsch mit abschliessenden Worten: "Unser Betrieb in Pilsen teilt dieselben Grundsätze und erhält die genau gleiche, hochstehende Technologie wie wir sie einsetzen. So ergänzen wir uns gegenseitig und können entsprechende Kundenwünsche zur gewohnt einwandfreien Qualität aus Mittelfranken erfolgreich umsetzen".

Von links nach rechts: Frank Pröpster (Geschäftsführer Erowa Technologien GmbH), Stefan Botsch (Geschäftsführer Ermet GmbH), Norbert Kempf (Geschäftsführer Sodick Deutschland GmbH), Salvatore Cocco (Gebietsverkaufsleiter Sodick Deutschland GmbH)

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